Abgeschlossene Projekte 2. Förderphase (2019-2022)

In der zweiten Förderperiode von Februar 2019 bis Januar 2022 wurden folgende Projekte umgesetzt:

München Südwest 2035+

Das Regionalmanagement hält eine zukunftsfähige Entwicklung des Raumes erst dann als gesichert, wenn die Städte und Gemeinden in der Region übereinstimmende Ziele und Grundsätze formulieren, sowie konkrete Vorhaben aufeinander abstimmen. Eine interkommunale Abstimmung der Strategien und die gemeinsame Umsetzung sind daher aufgrund der engen räumlichen und funktionalen Verzahnung der Kommunen erforderlich.

Ein besonderer Handlungsbedarf ergibt sich im Bereich des zunehmenden motorisierten Individualverkehrs (MIV), dessen Auswirkungen vor allem durch eine Verbesserung des Angebots im Radverkehr und im öffentlichen Verkehr reduziert werden können. Dies schließt insbesondere nachhaltige Mobilitätskonzepte mit ein. Eine weitere Zunahme des Individualverkehrs wird im gesamten Raum abgelehnt. Zudem sind die durch Bevölkerungszunahme generierten Herausforderungen in den Bereichen qualitätvolle innerörtliche Entwicklung, bezahlbarer Wohnraum und Flächeninanspruchnahme Gegenstand der Betrachtungen.

Projektziel

ist es eine gemeinsame Zukunftsvision für die Würmregion zu formulieren, die die Zukunftsvorstellungen des ROEK weiter vertieft und aus der konkrete, umsetzbare Maßnahmen hervorgehen.

 

Das Projekt München Südwest 2035+ ist ein strategisch ausgerichtetes Projekt, welches in drei Teilprojekte untergliedert ist, die stark ineinander greifen und aufeinander aufbauen.

  • Vision 2035+

  • Regionalkonferenzen

  • Fachexkursionen

 
Umsetzung

Die Vision 2035+ wurde in einem zweijährigen Prozess unter fachlicher Begleitung der Architektur- und Stadtplanungsbüros Studio | Stadt | Region und Wüstinger & Rickert erstellt. Neben Workshops und Arbeitstreffen mit der Politik und Gemeindevertretern hat eine dezentrale Einbindung der Öffentlichkeit stattgefunden. Hierfür war das beauftragte Team im Sommer 2019 mit einem mobilen Dialogstand in den Kommunen unterwegs, um die Anliegen und Ideen der Bürgerinnen und Bürger zu sammeln und in die Vision mit einzubeziehen.

 

Vision Würmregion 2035+ Fotocollage

 

Als Ergebnis dieser Arbeit wurde Ende 2020 die Charta „Zukunftsvision Würmregion 2035+“ fertiggestellt. Mit ihr haben sich die acht Kommunen auf eine kompakte Zielvorstellung geeinigt, welche sich auf die Zukunftsfelder „Mobilität“, „Arbeiten“, „Wohnen“, „Infrastruktur“ und „Freiraum“ bezieht. Sechs Bekenntnisse verdeutlichen und konkretisieren, welche gemeinsamen Zukunftsaufgaben in den Kommunen gesehen werden und bearbeitet werden sollen. Die Würm wird dabei als verbindendes und identitätsstiftendes Element in der Landschaft des Münchner Südwestens hervorgehoben und ist gleichzeitig Sinnbild für die Zusammenhänge in der Region – in der Entscheidungen und Eingriffe an der einen Stelle auch Veränderungen anderenorts zur Folge haben.

Diese wirtschaftlichen, sozialen und naturräumlichen Zusammenhänge in der Region sollen zukünftig bei kommunalen Entscheidungen und Abwägungen noch stärker durchdacht und berücksichtigt werden. Dieser Gemeinschaftsgedanke bildet die Basis der Charta „Vision Würmregion 2035+“. Die Charta soll aber nicht nur den Grundstein für die weitere Zusammenarbeit in der Würmregion darstellen, sondern auch Impulse für die eigenständige Arbeit der Kommunen geben. Mit der Formulierung von sechs Maßnahmen wird der Fokus bewusst auf die konkrete Umsetzung und die nächsten Schritte gesetzt. So soll beispielsweise die Zusammenarbeit in der Würmregion durch die Gründung interkommunaler Fachrunden weiter ausgebaut und fortgeführt, alternative Wohnformen durch Beratungsangebote und Vernetzungsarbeit stärker gefördert und gemeinsame Verkehrs- und Mobilitätsstrategien entwickelt werden.

Die Regionalkonferenzen und Fachexkursionen sollten ergänzend dazu beitragen, kommunen-übergreifende Herausforderungen gemeinsam zu diskutieren und Anreize für alternative Wohn- und Mobilitätskonzepte zu schaffen. Im Herbst 2019 hat die erste Regionalkonferenz mit dem Thema "Siedlungsentwicklung und Kommunikation" für Vertreter aus Politik und der Kommunalverwaltung stattgefunden.

 

Corona bedingt konnte keine öffentliche Regionalkonferenz für Bürgerinnen und Bürger durchgeführt werden. Im Oktober 2021 hat jedoch eine weitere "interne" Regionalkonferenz sattgefunden. Im Kupferhaus Planegg setzten sich zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus den Mitgliedskommunen mit dem Thema „Mobilität multimodal & interkommunal: Auf dem Schnellweg zu einem IBA-Projekt“ auseinander. Neben Fachvorträgen gab es auch Workshops.

 

Im Juni 2019 konnten interessierte Bürger an einer Fachexkursion, bei welcher sich alles um zukunftsfähige Wohnformen drehte, teilnehmen. Die Exkursion wurde sehr gut angenommen. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde nur eine Fachexkursion durchgeführt.

 

Im Juli 2021 wurden drei Fachrunden für politische  Vertreterinnen und Vertreter sowie Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter aus den acht Mitgliedskommunen des Regionalmanagement München Südwest ins Leben gerufen. Damit wurde die Umsetzung einer ersten Maßnahme aus der "Zukunftsvision Würmregion 2035+" in die Wege geleitet.

  • Fachrunde Bezahlbares Wohnen
  • Fachrunde Mobilität
  • Fachrunde Naturräume

Die Fachrunden fanden großen Anklang und sollen daszu beitragen, den interkommunalen Austausch zu verstetgigen und das fachliche Netzwerk zu verbessern, Synergien zur erzeugen und sich auch gemeinsam weiterzubilden (z.B. durch externe Experten).

 

Zukunftsnetz Mobilität

Projektziel ist es, die in der letzten Förderphase angestoßene Netzwerkarbeit im "Themennetzwerk Mobilität" zu vertiefen und weiter auszubauen.
 

Das Projekt ist in drei Teilprojekte untergliedert:

  • Netzwerktreffen

  • Runder Tisch E-Nutzer

  • Prüfung Car-Sharing Angebot

 

Umsetzung

Die Sitzungen im Rahmen des „Netzwerktreffens“ rotieren durch die Mitgliedskommunen, die jeweiligen Themen können von Teilnehmern (Bürgermeistern, Ansprechpartner Verwaltung) bestimmt werden. Dies bildet jeweils die aktuellen Diskussionsbedarfe ab, die regionale Nähe an den Problemen direkt vor Ort betont die Relevanz und die Dringlichkeit der Problemlösung. Die Vernetzung der Akteure ist wichtig, um Wissenstransfer zu gewährleisten und Synergien zu generieren. Externe Partner bringen weiteres Knowhow ein.

Es haben vier Netzwerktreffen stattgefunden, bei welchen es u.a. externe Vorträge zum Thema Carsharing, Ruftaxi und On-Demand-Verkehr gab und integrierte Verkehrskonzepte und interkommunale Verkehrsmodelle vorgestellt wurden.

 

Um Nutzungsvoraussetzungen zu verbessern und den Umstieg auf Elektromobilität zu erleichtern bedarf es einer angepassten Infrastruktur für Elektromobilität. Regelmäßig stattfindende "Runde Tische" sollen die Bedarfe von Nutzern von Elektromobilität abfragen, die dann über das Regionalmanagement in die betreffenden Gemeinde- und Stadträte transportiert werden. Die öffentlichen Treffen sollen außerdem interessierten Bürgern, die mit dem Gedanken spielen, auf Elektromobilität umzusteigen, die Möglichkeit eines unbürokratischen Informationsaustausches geben.

Aufgrund der Coronapandemie konnte leider nur ein "Runder Tisch" im November 2019 durchgeführt werden. Bei dieser Veranstaltung informierte das Regionalmanagment interessierte Bürger über das Thema "E-Mobilität: Megatrend oder Modeerscheinung?".

 

Um den Ausbau von Car-Sharing-Systemen im Vereinsgebiet zu prüfen, haben seitens des Regionalmanagements eine Bestandsaufnahme und einige Abfragen an die Mitgliedkommunen stattgefunden.